Ich bin Nero, ein Mittelpudel

  • Meine Züchterfamile Simone und Marcel Hodel gaben mir den Namen Lucky, weil ich als sogenannter L-Wurf am 11. Januar 2016 das Licht der Welt erblickte. Mit acht Wochen kam ich von Hörhausen (SH) in die Art- und FCB-Stadt Basel. Von da an heisse ich (Lucky) Nero. Was auf Deutsch: "glücklicher Schwarzer", auf griechisch "glückliches Wasser" heisst. Mein Name wird oft mit dem römischen Kaiser Nero in Verbindung gebracht. Nero, das glaubt heute jeder, habe Rom anzünden lassen. Doch bei dieser Anschuldigung handelt es sich in Wahrheit um pure Verleumdung und eine freie Erfindung. Nero war als Kaiser auch Sänger, Dichter, Schauspieler, Wagenlenker. Auch war er an naturwissenschaftlichen und technischen Neuerungen interes-siert. Er suchte die Nähe von Künstlern, Philosophen und Erfindern. Diese Eigenschaften erschienen der privilegierten, konservativen Aristokratie als unschicklich ja "unrömisch".
  • Auf meinen täglichen Spaziergängen lerne ich die unterschiedlichsten Artgenossen kennen, die mit Frauchen bzw. Herrchen unterwegs sind. Da bekomme ich oft zu hören: "...Wow, ist das ein wunderschöner schwarzer   Pudel. Und, schau wie leichtfüssig er tänzelt....". An diese Komplimente habe ich mich längst gewöhnt. Und wenn sie erfahren wie ich heisse, muss mein Frauchen bzw. Herrchen die Geschichte des römischen Kaiser's Nero richtigstellen. 
  • In Basel lässt es sich gut leben. Meine Besitzer scheren mich regelmässig sehr schön und pflegen mich vorbildlich. Nach den Spaziergängen springe ich selbstständig in die Badewanne. Da werden mir Pfoten, Bauch und Hintern gewaschen und Abends sogar die Zähne geputzt. Das tägliche Auslaufen in alle Himmelsrichtungen Rund um Basel tut nicht nur mir, sondern auch meinen Besitzern gut. 
  • Psychologinnen analysierten meinen Charakter als ausgeglichen, sehr friedfertig und attestierten mir Führ-Hund-Qualitäten. Dem würde ich zustimmen. Die, die mich kennenlernen, sind oft erstaunt, wie ruhig und gelassen ich zum Beispiel auf meinen Spaziergängen, an Vernissagen oder Anlässen bin. Die Menschen, die bei uns zu Besuch sind, staunen, dass ich sie nicht anbelle, und erfreuen sich immer wieder an meinen Kunststücken. Und wenn wieder mal das "Pinkeln" ansteht, haue ich stets auf die Rezeptionsglocke, die bei der Wohnungstür installiert ist. "Nero muss ...!" heisst es dann. Unter uns gesagt; Ich betätige die Glocke auch, wenn ich nicht Pinkeln muss. Ich will einfach raus ...!
  • Übrigens: Mit acht Monaten gewann ich als schnellster Welpe den Pokal des Pudelrennens in Rifferswil.